Lehmputz

Lehmputzarbeiten

  • Untergründe
    Die Untergründe müssen trocken, fettfrei und staubfrei sein. Betonoberflächen müssen frei von Schalölresten, die zu verputzenden Räume müssen frei von Hindernissen, z.B.: Restbaustoffe, Werkzeug, Geräte oder Maschinen, sein.
  • Leitungen
    E-Leitungen und sonstige Installationsleitungen dürfen im Massivbau nicht mit Elektrikergips versetzt werden, sondern nur mit Blitzzement-Sandmörtel, da Lehm nicht mit Gips harmonisiert. Alternative zum Blitzzement ist die provisorische Fixierung mit Nägeln und anschließendem vermörteln der Leitungen mit mineralischen Mörtel.

  • Alle Leitungen und Durchbrüche
    müssen vor dem Verputzen mit Traßkalkmörtel rechtzeitig (1 Woche vor Verputztermin) grob verschlossen werden, da einlagiges Verputzen mit Lehmmörtel nur bei geschlossener Wandoberfläche möglich ist. Sollte diese Arbeit von uns übernommen werden, so sind wir dazu gerne bereit und wird gesondert vergütet.

Phase 1

Vorspritzer

Als Haftgrund, Trocknungszeit: 1 Woche

Phase 2

Grobputz 1. Lage

Trocknungszeit 2 bis 6 Wochen, je nach Witterung

Phase 3

Grobputz 2. Lage

Bei mehr als 30 mm Verputzstärke sind 2 Lagen Grobputz notwendig.

Phase 4

Feinputz

Trocknungszeit 1 bis 4 Wochen, je nach Witterung und Zusatzmaßnahmen.

Phase 5

Nacharbeiten

Zureiben von eventuellen Rissen.

Lehmputz ist ein reines Naturprodukt, frei von chemischen Zusätzen, welche unter anderem das Schwinden, wie bei herkömmlichen Fertigputzen, kontrollieren. Daher können Schwindungs- und Setzungsrisse im Lehmputz auftreten. Die Risse treten dort auf, wo eine dicke Mörtelschicht (große Fuge) neben einer dünnen Mörtelschicht vorhanden ist, oder wenn die letzte Feinputzschicht stärker als 6 mm aufgetragen wird, um Unebenheiten auszugleichen. Diese Risse verschwinden nach der Nacharbeit.