Dachbegrünung

Das Begrünen jeder versiegelten Fläche ist ein positiver Beitrag für die Umwelt.

Die Dachbegrünung bietet viele Vorteile:

  • teilweise finanzieller Nutzen
  • ökologische Ausgleichsfunktionen
  • positive Beeinflussung des Wohnumfeldes

Einer der Vorteile einer Dachbegrünung liegt zum Beispiel im Wasser-Rückhalt: Ein Großteil der Regenmengen wird zurückgehalten. Die Überschwemmungsgefahr sinkt und die Kanalisationsnetze werden entlastet.

Gründächer befeuchten auch die Luft und verbessern dadurch unser Kleinklima, weil Staub und Schadstoffe gebunden werden. Des Weiteren bietet eine Begrünung auch einen erhöhten Schallschutz. Und ganz wichtig: Der Lebensraum von Pflanzen und Tieren wird erweitert, besonders für Bienen gibt es mehr Raum (und Nahrung).

Gründach als „Klimaanlage“

Das Stadtklima ist gegenüber dem nichtbebauten Umland durch Energieüberschuss gekennzeichnet. Baukörper speichern Energie und geben diese auch nachts wieder ab. Die dadurch verminderte nächtliche Abkühlung kann das Wohlbefinden des Menschen nachhaltig negativ beeinflussen.
Durch Schaffen von Grünflächen auf dem Dach können etwa 80 % der natürlichen Wärme-Einstrahlung durch Bodenfeuchtigkeit und Vegetation abgebaut werden.

Wofür kann ich mein Dach nutzen?

  • Gemüsebau: eigenes Gemüse auf dem Dach anbauen – schmeckt herrlich!
  • Terrassengärten: an den Wohnraum unmittelbar angrenzende Garagendächer können terrassenförmig zu einer gemütlichen Oase umgestaltet werden.
  • Optische Verschönerung: Blumen, Blumen, Blumen!
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Unterscheidung der Dachaufbauten

Extensive Dachbegrünung

Diese Begrünung eignet sich vorwiegend für großflächige Bauten mit geringer Lasttragfähigkeit, wo keine Nutzung oder Begehbarkeit vorgesehen ist. Voraussetzungen sind ausreichende Tragkraft und Durchwurzelungsresistenz (wurzelfeste Folien) der Dachabdichtung.

Das Vegetationssubstrat wird (bei einer Nutzlast von 60–250 kg/m²) mit einer Schichtdicke von 5–20 cm aufgetragen. Es besteht vorwiegend aus mineralischen Bestandteilen. Der Pflegeaufwand ist gering. Es werden verschiedene widerstandsfähige Sedum-Pflanzen, Moose, Kräuter und Gräser verwendet, die trocken- und frostresistent  sind. Das Substrat verfügt über eine Wasserspeicherfähigkeit, die für die Pflanzen ausreichen.

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Intensive Dachbegrünung

Bei der intensiven Begrünung wird das Vegetationssubstrat mit einer höheren Schichtdicke (10–25 cm) aufgetragen, zudem ist der Anteil an organischem Material höher (Gewicht: 200–3.000 kg/m²). Voraussetzung ist ein Flachdach bzw. Dächer mit geringer Neigung.

Diese Dachbegrünungen sind vielfältig wie ein Garten nutzbar, sie bedürfen jedoch der regelmäßigen Pflege. Die Vielfalt der Pflanzen ist erhöht: Stauden, bodendeckende Gehölzer sowie Rasenflächen und Bäume sind möglich. Es können Gärten, Plätze und Grünlandschaften angelegt werden. Regelmäßige Bewässerung ist erforderlich.